Aufarbeitungspflicht für Borkenkäfer-Bäume

Die untere Forstbehörde Waldshut informiert die Waldbesitzer im Landkreis Waldshut über die aktuelle Waldschutzsituation und fordert alle Waldbesitzer auf, alle Maßnahmen zu ergreifen, die zu einer Reduzierung des Borkenkäferbefalls führen.

Sturmgeschädigte Bäume, überdurchschnittliche Temperaturen und die lange Trockenheit haben im vergangenen Jahr eine hohe Borkenkäferpopulation entstehen lassen. Die Borkenkäfer haben den bisher sehr milden Winter sehr gut überstanden und werden je nach
Witterungsverlauf, ab Mitte April mit dem Schwärmflug beginnen.
Unsere  fichtenreichen Wälder sind daher v.a. in den wärmeren unteren  Höhenlagen und den standörtlich ungünstigeren trockeneren Sommerhängen massiv gefährdet.
Die Gefahr eines weiteren Anstieges der Borkenkäferpopulation mit dramatischen Folgeschäden ist außerordentlich hoch.
Zur Reduzierung der erwarteten Borkenkäferschäden in Ihrem Wald sind zwei Punkte entscheidend:
• Kontrollieren Sie Ihren Fichtenwald wöchentlich auf folgende Merkmale
• „Spechtsiegel“ (Stellen an der Baumrinde, an der Spechte nach Borkenkäfern gesucht haben)
• Vergilben und anschließende Rötung der Nadeln bzw. der Baumkronen
• Grüne Nadeln am Boden
• kreisrunde Einbohrlöcher in der Rinde
• Bohrmehlansammlungen auf der Rinde und am Stammfuß und schlagen Sie diese Käferbäume schnellstmöglich in wenigen Tagen nach der Kontrolle ein, da aus 20 Käferbäumen innerhalb eines Jahres 8000 befallene Käferbäume werden können!
Anderenfalls gefährden Sie Ihren Wald und den Ihrer Nachbarn.
• Nehmen Sie mit Ihrem Revierleiter Kontakt auf. Er unterstützt Sie beim Holzeinschlag, hilft bei der Koordinierung der Holzvermarktung und berät Sie bei Fragen zu Holzlagerung, Abtransport des Holzes, Einsatz von Pflanzenschutzmitteln etc.
Von alten, bereits rindenlosen Käferbäumen geht keine Borkenkäfergefahr mehr aus. Daher sind alte Käferbäume momentan nur dann einzuschlagen, wenn sie ein Sicherheitsrisiko für Waldarbeiter, Unternehmer und Waldbesucher darstellen.

Überlassen Sie den Wald nicht dem Borkenkäfer!
Nur gemeinsam können wir etwas gegen die Kalamität erreichen!

Informieren Sie sich über die aktuelle Entwicklung auf der Homepage der Unteren Forstbehörde Waldshut (www.landkreis-waldshut.de/Kreisforstamt) oder der Waldgenossenschaft Südschwarzwald
(www.wg-suedschwarzwald.de). Dort finden Sie Handreichungen, was zu tun ist. Für eine konkrete Unterstützung fragen Sie Ihren Forstrevierleiter.